Die Stärken von TYPO3

Durch die Definition von standardisierten Schnittstellen, wie dem Extension-„Application Programming Interface“
(API) ist es anderen Entwicklern möglich, TYPO3 zu erweitern, ohne in den Quellcode
des Core eingreifen zu müssen. In der jetzigen 4.0.2 Version wurden viele Funktionalitäten
integriert, welche von der ursprünglichen Version von TYPO3 abweichen, die
„nur“ das Ziel verfolgte, Code und Design zu trennen. TYPO3 kann in der aktuellen
Version und mit den geeigneten Extensions weitaus mehr leisten als simple Inhaltspflege.
Es dient weiterhin als Werkzeug zur Verwaltung verschiedener digitaler Medientypen
(Digital Asset Management Tool (DAM)), Dokumentenmanagementsystem,
Tool für gezieltes E-Marketing, das heißt Marketing ausgerichtet auf bestimmte Zielgruppen
beziehungsweise Benutzergruppen, bietet personalisierte Zugriffe für Nutzer
und wird zukünftig auch weiter in den Bereich E-Commerce vordringen.
Eine weitere Funktionalität, welche TYPO3 inne hat, ist seine prozessunterstützende
Funktion mit Hilfe von Workflows. Dabei sind Prozesse generell unabhängig von technischen
Systemen, aber viele dieser Prozesse bedienen sich technischer Systeme
oder setzen auf diese auf. So zum Beispiel ist der Prozess „Verkauf eines Produktes“
vorerst unabhängig von technischen Systemen, findet er aber zum Beispiel in einem
OnlineShop statt, dann setzt er auf ein entsprechendes technisches System auf. Dabei
ist es nun notwendig, entsprechende Prozesse einfach und wenn möglich, ohne Medienbrüche
im technischen System abzubilden. Bei dieser Aufgabe kann TYPO3 unterstützend
eingreifen, zum Beispiel wie gesagt durch Workflows, welche im System
realisiert werden.

Die Stärken von TYPO3 liegen jedoch genau in dieser Reduzierung der Komplexität für
den Endanwender. Dadurch stehen späteren Benutzern des Systems nur die benötigten
Funktionalitäten zur Verfügung. Die Gefahr einer technischen Überforderung des
Endanwenders wird vermindert .
Eine oft verbreitete Meinung ist leider immer noch „was nichts kostet, ist nichts wert“.
Um eine qualitativ hochwertige Entwicklung der Kern-Software zu gewährleisten, wurde
im November 2004 die TYPO3 Association gegründet. Durch Entwicklung verschiedener
Gruppen mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen, wie zum Beispiel der „Security
Group“ ist es möglich Probleme sehr schnell zu beheben und eine koordinierte
Weiterentwicklung des Systems voranzutreiben. Dadurch ist TYPO3 ein sehr sicheres
und stabiles System, welches nicht unter dem Druck steht, einen vorzeitigen Release
aus finanziellen Gründen zu veranlassen. Somit können vor dem offiziellen Release
ausführliche Tests durchgeführt werden, um Systemstabilität und –sicherheit zu gewährleisten.
Weiterhin bietet TYPO3 eine ausführliche Dokumentation für das Grundsystem
sowohl für Entwickler als auch für Endanwender. Inzwischen sind auch viele
der stabilen und häufig verwendeten Extensions sehr gut dokumentiert und es sind
Beispiele zur Installation und Anwendung vorhanden.
Durch die Punkte Lizenzkostenfreiheit, Stabilität, Dokumentation und die ständige Weiterentwicklung
bietet TYPO3 eine optimale Grundlage für die Entwicklung von Applikationen
für den Mittelstand. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob die Anwendung für das
Intranet oder Internet eingesetzt werden soll. TYPO3 kann sich in beiden Anforderungsumgebungen
behaupten, wobei der Fokus bisher auf Internetanwendungen liegt.

Passende Literatur